Softwaresysteme im Webumfeld

Softwarelösungen für Anwendungsfälle im Webbereich gibt es viele. Trotz der Vielzahl an Optionen, lassen sich diese Systeme anhand ihrer Kernbereiche unterscheiden und kategorisieren. Diese Kernbereiche möchten wir Ihnen näherbringen. Damit Sie wissen, woran Sie entscheiden können, welche Lösung die für Sie passende ist und welche Aspekte dabei berücksichtigt werden sollten.

Inhaltsverzeichnis

Nutzungsrechte
Lizenzen
Hosting
Ressourcen
Support
Weiterentwicklung
Architektur
Technologie
Sicherheit
Roadmap
 

Nutzungsrechte

Viele Systeme können Sie unter freien Lizenzen nutzen (Open Source) - weitere sind geschützt (Closed Source). Finden Sie kein passendes System auf dem Markt der Softwareanbieter oder möchten Sie selbst zum Softwareanbieter werden, können Sie auch eine eigene Software selbst entwickeln oder speziell für Ihren Anwendungsfall entwickeln lassen (Eigenentwicklung).

Open Source

Der Quelltext kann öffentlich von Dritten eingesehen, geändert und genutzt werden. Mit dieser Methode schafft der Hersteller die Basis, dass die Software von Dritten weiterentwickelt werden kann. Um diese Rechte zu gewähren, stellt sie der Hersteller unter eine Open Source-Lizenz. Dadurch ist geregelt, dass die Software Open Source bleibt und nicht einfach kommerzialisiert werden kann. Sie kann daher in der Regel kostenfrei genutzt werden.

Closed Source oder auch proprietäre Software

Der Quelltext ist Eigentum des Herstellers und wird durch das Urheberrecht oder Lizenzbedingungen geschützt. Dadurch kann der Hersteller die Software exklusiv an unterschiedliche Marktteilnehmer kommerziell vertreiben. Der Hersteller gewährt dem Käufer durch den Erwerb einer Software-Lizenz zwar Nutzungsrechte und er darf beispielsweise Änderungen an Bereichen des Quellcodes durchführen, aber der Käufer erhält nicht das Recht auf kommerzielle Weiterverwertung oder -Verkauf des dadurch entstehenden neuen Produktes. Im Gegenzug dazu wird oftmals durch den Hersteller Support und Weiterentwicklung der Software innerhalb einer planbaren Roadmap gewährleistet.

Eigenentwicklung

Finden Sie am Markt keine passende Lösung für Ihren Anwendungsfall, kann es sinnvoll sein, selbst zu entwickeln oder entwickeln zu lassen. Da Sie bei der Eigenentwicklung auch die Urheberrechte am Quelltext der Software besitzen, legen Sie auch die Lizenz fest. Sie haben dann die Möglichkeit, ihr Produkt zusätzlich kommerziell unter einer proprietären Lizenz zu vertreiben.

Software als Asset

Die passenden Nutzungsrechte hängen von ihren Geschäftszielen ab. Ist Entwicklungssicherheit und Unterstützung von außen wichtig - oder haben Sie Know-How und Entwicklerressourcen und wollen selbst als Hersteller auftreten?

Lizenzen

Software wird unter verschiedenen Lizenzen verbreitet und vertrieben. Einige sind kostenpflichtig, andere nicht. Von der jeweiligen Lizenz hängt ab, welche Rechte oder in manchen Fällen auch Pflichten, auf den Lizenznehmer übertragen werden.

Kaufen

Der Kauf einer Software berechtigt Sie zu ihrer Nutzung und umfasst in der Regel eine bestimmte Anzahl Nutzerlizenzen. Die so erworbenen Nutzungsrechte beziehen sich zumeist nur auf die aktuelle Version der Software. Das Anrecht auf zukünftige Versionen oder andere Serviceleistungen, wie Updates oder Support, müssen Sie oftmals separat erwerben. Kauflizenzen finden Sie häufig bei Software, die Sie „on premise“ – also auf Ihren eigenen Servern, betreiben können.

Mieten

Anstatt eines Kaufs, können Sie Software auch für einen bestimmten Zeitraum mieten. Entscheiden Sie sich für ein „Software as a Service“ (SaaS)- Produkt, stellt der Hersteller die technische Infrastruktur gleich mit zur Verfügung. Dabei liegt die Software beispielsweise in der Cloud oder im CDN des Herstellers.

Bei der Miete müssen Sie sich keine eigene Server Landschaft anschaffen. Sie tragen diese Kosten innerhalb der Mietlizenz für die Dauer der Nutzung. SaaS-Produkte sind in der Regel sehr serviceorientiert und schnell einsatzbereit – allerdings strukturell bedingt deutlich starrer in der Individualisierung.

Die Gebühren für die Miete orientieren sich meist an der Nutzungsdauer, dem Funktionsumfang und an der Nutzeranzahl. Oft sind Serviceleistungen wie Wartung, Updates und Upgrades auf die neueste Version schon in den Mietgebühren enthalten.

Subscription

Subscription ist ein Lizenzmodell das wie ein Abonnement funktioniert. Sie können beispielsweise einen Subscription-Vertrag für 12 Monate schließen und im Voraus bezahlen, ohne dass er sich automatisch verlängert. Damit umgeht der Hersteller, dass das Bezahlmodell unter das in Deutschland mit hohen Haftungsauflagen verbundene Mietrecht fällt. Wie bei der Miete wird die Software auf der Infrastruktur des Herstellers betrieben.

Leasing

Wollen Sie das System gerne auf Ihren eigenen Servern betreiben, aber die Anfangsinvestition eines Softwarekaufs umgehen, dann haben Sie auch die Möglichkeit des Leasings.

Im Softwareumfeld treten Banken und dezidierte Leasing Firmen als Leasinggeber auf. Gerade spezialisierte Leasinggeber bieten häufig noch zusätzliche Serviceleistungen wie Wartung und Support an.

Open Source: GPL (General Public License)

Die GPL (General Public License) ist die am weitesten verbreitetste Open Source Softwarelizenz. Unterliegt eine Software der GPL Lizenz, können Sie diese lizenzgebührenfrei nutzen, verändern und weitergeben. Damit diese Rechte wirksam genutzt werden können, legt der Lizenzgeber den Quellcode der Software offen.

Allerdings beinhaltet die GPL Lizenz auch Pflichten. Die wichtigste Pflicht ist das sogenannte „Copyleft“. Diese Klausel stellt sicher, dass die Software, wenn sie verändert und weitergegeben wurde, weiterhin unter der GPL Lizenz stehen muss. Die Copyleft Klausel soll so verhindern, dass veränderte Versionen eines Werks kommerzialisiert werden.

Open Source: BSD (Berkeley Software Distribution)

Eine weitere Open Source Lizenzausprägung ist die BSD-Lizenz. Auch hier darf die Software frei verwendet werden. Im Gegensatz zu der GPL Lizenz muss allerdings nicht der Quellcode veröffentlicht werden und Änderungen müssen nicht explizit kenntlich gemacht werden. Unter dieser Lizenz ist es möglich, die erstellte Software als Vorlage für kommerzielle Produkte zu verwenden. Der Softwarehersteller ist frei, seine von ihm weiterentwickelten Softwareteile unter eine beliebige Lizenz zu stellen. Allerdings behält der nicht veränderte Ausgangscode die ursprüngliche BSD-Lizenz.

TCO und Kostenvergleich

Jeder Hersteller hat sein eigenes Lizenzmodell. Dafür werden unterschiedliche Metriken herangezogen: Gesellschaften, Mandanten, Nutzungszahlen im Frontend oder Backend, Server und IT-Landschaft. Diese vergleichbar zu machen und auf die Zeit gegeneinander zu legen, ist eine separate Aufgabe.

Hosting

Als Hosting wird im IT-Kontext das Unterbringen von Software bezeichnet, um sie über das Internet verfügbar zu machen und nutzen zu können. Große Softwaresysteme wie ein CMS (Content Management System) oder ein PIM (Produkt Informations Management System) benötigen in der Regel eine IT-Infrastruktur, um betrieben werden zu können. Diese kann auf verschiedene Arten bereitgestellt werden:

On premise

Bei Hosting „on premise“ wird die Struktur innerhalb der eigenen Serverumgebung aufgesetzt. Auf dieser kann die gewünschte Software in eigener Verantwortung betrieben werden. Die „on premise“ Lösung setzt allerdings viel eigenes Wissen oder oftmals sogar eine eigene IT-Abteilung voraus.

Alternativ gibt es auch fertige Webhosting-Pakete, die von Hosting Partnern angeboten werden. Hierbei werden die benötigten Server von einem externen Rechenzentrum bereitgestellt. Oftmals sind diese Hosting-Pakete schon für die jeweilige Software vorbereitet.

Cloud

Es gibt verschiedene Modelle, um Software in der Cloud nutzen zu können. Häufig bieten Hersteller ein sogenanntes „Software as a Service“ Modell an. Hierbei stellt der Hersteller die IT-Infrastruktur in Form von externen Rechenzentren mit zur Verfügung und eine Installation des Systems auf eigenen Servern ist nicht mehr nötig.

Verfügt der Hersteller über keine eigene Cloudlösung, gibt es oftmals die Möglichkeit, die Cloud von externen Anbietern wie Microsoft Azure, Amazon AWS oder Google Cloud zu beziehen.

Content Delivery Network (CDN)

Im Gegensatz zum Cloud-Computing, bei dem ein große Gruppe von Servern lokal betrieben wird, ist ein Cotent Delivery Network (CDN), ein Netz regional verteilter Server. Das Prinzip besteht darin, dass Netzwerkverbindungen vom jeweils geographisch günstigsten Server hergestellt werden und so die Geschwindigkeit der Datenauslieferung erhöht wird. Diese Lösung ist wie bei der Cloud häufig bei „Software as a Service (SaaS)“ Angeboten zu finden.

Anpassbarkeit und Sicherheit

Die Wahl des Hostings hat für Unternehmen oft eine strategische Dimension. Wie viel Anpassbarkeit an dem System ist gewünscht? Mit welchen Systemen muss gesprochen werden? Wie hoch ist der Sicherheitsbedarf und der Bedarf an die Verfügbarkeit?

Ressourcen

Im Gesamtprojekt einer Softwareeinführung gibt es außer Software und Hardware noch andere Ressourcen, die einen großen Teil der Gesamtkosten ausmachen können. Ein Softwareprojekt kann viele Abteilungen eines Unternehmens berühren und wird möglicherweise von verschiedenen externen Dienstleistern über unterschiedliche Projektphasen hinweg begleitet.

Mitarbeiter

Ihre Mitarbeiter sind wahrscheinlich Ihre wichtigste Ressource und ein ebenso großer Erfolgsfaktor für das System.

Anwender

Ein wichtiger Teil Ihrer Mitarbeiter wird mit der neuen Softwarelösung als Anwender arbeiten. Haben Ihre Anwender Schwierigkeiten mit der Software, da sie beispielsweise kompliziert zu erlernen ist oder Schwächen in der Bedienbarkeit hat, wird die Akzeptanz und Nutzung eingeschränkt und die Arbeitsabläufe werden gestört. Ebenso müssen neue Funktionalitäten beigebracht und geschult werden, damit ihre Anwender das System auch optimal nutzen können.

Fachabteilungen

Die Mitarbeiter aus Ihren Fachabteilungen (IT, Marketing, Vertrieb, HR) nutzen Ihr Fach- und Marktwissen, um Anforderungen gegen die Softwarelösung zu formulieren. Damit diese verschiedenen Anspruchssteller (Stakeholder) und Ihre Wünsche zusammengehalten werden und eine erwartungsgerechte Umsetzung erfolgt, benötigt es ein professionelles Anforderungsmanagement.

Entwickler und Architekten

Einige Softwarelösungen setzen bei Ihnen im Unternehmen Mitarbeiter voraus, die technisches Wissen haben und an der Entwicklung und Weiterentwicklung der Software eigenständig oder mit Unterstützung eines Dienstleisters arbeiten.

Dabei müssen Sie darauf achten, dass genug dokumentiertes Wissen über die Software in Ihrem Unternehmen verbleibt. Sollten zu viele Mitarbeiter, die mit der Software arbeiten oder an ihrer Entwicklung beteiligt waren, das Unternehmen verlassen, entsteht ein großes Risiko, dass das System nicht weiterentwickelt werden kann.

Dienstleister

Bei der Einführung eines neuen Systems können verschiedene Dienstleister involviert sein. Je nachdem, welche Aufgaben von Ihrem Unternehmen übernommen werden, können beispielsweise noch weitere Implementierungs-Partner, Hosting-Partner oder Design-Agenturen beteiligt sein.

Für die meisten Anforderungen lassen sich Servicepartner finden, die eine oder mehrere der gewünschten Leistungen abdecken. Da die Dienstleisterlandschaft je nach Software sehr groß sein kann, empfiehlt sich auf Basis des festgelegten Systems eine sorgfältige Auswahl der Dienstleister, mit denen das Projekt durchgeführt wird.

Hersteller

Wird die Software über eine kommerzielle Lizenz bezogen, sind je nach Lizenz bereits unterschiedliche Serviceleistungen des jeweiligen Herstellers enthalten oder können dazu gebucht werden. Das Angebot kann beispielsweise die Implementierung, die Wartung, den Support und das Hosting auf der herstellereigenen Cloud-Plattform umfassen.

Liegt die Software unter einer Open Source Lizenz, haben Sie keinen Anspruch auf Serviceleistungen. Wenn Sie professionellen Support wünschen, kann dieser aber von einem Dienstleister übernommen werden. Steht eine Entwicklergemeinde hinter der Software, gibt es zumeist Online-Foren die hilfreich sein können.

Ein System allein hat noch kein Problem gelöst

Das System wird sich nicht allein bedienen. Es kann auch nicht die Marktanforderungen für Sie einsammeln. Es ist immer nur ein Werkzeug um Geschäftsziele zu erreichen und Mitarbeitern die Umsetzung zu ermöglichen. Ebenso brauchen Sie fähige Unterstützung und Partner, die Ihnen helfen Systeme aufzubauen, einzuführen und weiterzuentwickeln.

Support

Das Arbeiten mit modernen Softwaresystemen ist ein dynamischer Prozess. Die Software wird meist kontinuierlich weiterentwickelt und ein hohes Servicelevel und ein gut erreichbarer Support wird daher von vielen Herstellern bereitgestellt. Zusätzlich gibt es häufig eine Community, die sich zusätzlich über das Internet über das jeweilige System austauscht.

Service Level Agreements (SLA)

Service Level Agreements (SLA) bezeichnen einen Rahmenvertrag zwischen dem Auftraggeber und dem Hersteller für wiederkehrende Dienstleistungen. Je höher das vertraglich vereinbarte Service-Level, desto besser ist die Qualität der gewünschten Dienstleistung. Inhalt des SLA‘s kann bspw. die Schnelligkeit der Bearbeitung von Supportanfragen oder eine möglichst geringe Server-Ausfallrate sein.

Kommerzieller Support

Nicht alle kommerziellen Hersteller haben ein vollumfängliches Serviceportfolio oder können die Nachfrage nach zusätzlichen Leistungen alleine abdecken.

Daher gibt es viele Dienstleister, die sich darauf spezialisiert haben, Serviceleistungen für Software-Projekte anzubieten. Das Angebot reicht von der Beratung über technischen Support und Implementierung bis zum Hosting der Software.

Freier Support durch die Community

Viele Systeme werden von einer Community unterstützt oder basieren sogar auf einer Entwicklergemeinde, die das System kontinuierlich weiterentwickelt. Ein Austausch findet u.a. in den jeweiligen Internetforen statt und es existieren oft sogar detaillierte Dokumentationen oder White Papers.

Die Ergiebigkeit dieser Support Methode richtet sich stark nach der Popularität des Systems bzw. der Größe der Community.

Unterstützung

Achten Sie darauf, dass Sie nicht im Dreieck zwischen Dienstleister und Hersteller landen und vom einen zum anderen geschickt werden. Um das zu verhindern, ist der richtige Aufbau der Supportumfänge wichtig.

Weiterentwicklung

Um sich den schnell ändernden Bedingungen im Internet anzupassen, ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Software erforderlich. Hersteller liefern daher immer wieder Updates und in regelmäßigen Abständen erscheint die neueste Produktversion der jeweiligen Software. Diese Form der Weiterentwicklung kann bei kommerziellen Produkten über verschiedene Lizenzmodelle bezogen werden. Bei Open Source Produkten braucht es die eigenen Mitarbeiter oder einen externen Dienstleister mit Entwicklungskompetenz und Marktkenntnis, der die Software aktuell hält.

Standardmodule

Der Funktionsumfang einer Software kann häufig den individuellen Anforderungen angepasst werden. Ist das System modular aufgebaut, können gewünschte Funktionen hinzugenommen werden, um das System um Funktionalität zu erweitern.

Modifikationen auf Anfrage

Ist die gewünschte Funktion in keinem der vom Hersteller oder auf einem Marktplatz angebotenen Module enthalten oder treten im Nachhinein noch neue Anforderungen auf, ist es möglich, dass der Hersteller oder ein Dienstleister für diese Anforderungen individuelle Module entwickelt und zur Verfügung stellt. Viele Hersteller haben User-Groups oder kontinuierliche Treffen bzw. digitale Methoden (bspw. Ticketsystem mit Voting), um Marktanforderungen aufzunehmen und Ihre Produkte kundengetrieben weiterzuentwickeln.

Roadmap und neue Geschäftsmodelle

Idealerweise haben Sie ein Softwaresystem mit einem guten Draht zum Markt und seinen Entwicklungen und Anforderungen. Diese Weiterentwicklungen werden über eine Roadmap planbar umgesetzt und Ihnen zur Verfügung gestellt. Alternativ haben Sie ein individuelles System oder eine Kombination aus Standardsoftware in der Sie auf dem bestehenden "Standard" Ihre individuelle Umsetzung aufbauen und weiterentwickeln.

Architektur

Software kann in ihrer Struktur unterschiedlich aufgebaut sein. Hauptsächlich wird zwischen einer monolithischen Struktur und einer Microservice-Struktur unterschieden. Der gewählte Ansatz in der Entwicklung einer Software hat Auswirkung auf deren Weiterentwicklung und Funktionsumfang.

Monolithen

Software hat eine monolithische Struktur, wenn sie als Einheit in sich geschlossen und unabhängig von anderen Computeranwendungen ist. Häufig sind Monolithen stark an dezidierte Ressourcen, wie spezielle Hardware oder bestimmte Datenformate gebunden. Im Laufe der Nutzungsdauer können mehr Funktionen und Module hinzukommen, wodurch die gesamte Anwendung komplexer und die Wartbarkeit erschwert wird. Das kann dazu führen, dass durch die wachsende Komplexität, die Anwendung fehleranfälliger und langsamer wird.

Microservices

Eine Microservice-Architektur besteht aus vielen autarken Prozessen, die jeweils dezidierte Aufgaben erledigen. Die einzelnen Microservices sind durch sprachunabhängige Programmierschnittstellen (API) miteinander verbunden und können so in ihrer Gesamtheit komplexe Anwendungssoftware ergeben. Eine Microservice-Architektur gibt Entwicklern die Freiheit, Dienste unabhängig voneinander zu entwickeln und auszuliefern und sich in speziellen Teams aufzustellen (bsp. Checkout, Preisservice). Häufig wird in diesem Zusammenhang auch synonym von Containern oder einem modularen Aufbau von Softwareanwendungen gesprochen. Diese Architektur muss ebenfalls gut durchdacht und geschnitten werden, so dass die Microservices nicht zu kleinteilig werden und gut zusammenarbeiten.

Ein System ist keine Insel

In der Regel sind die Systeme nicht alleinstehend und müssen in der Zusammenarbeit mit weiteren Bausteinen und Komponenten in einer Gesamtarchitektur Geschäftsprozesse unterstützen. Dabei ist es wichtig, dass die einzelnen Bestandteile der Architektur zusammenpassen und aufeinander abgestimmt sind.

Technologie

Software kann auf unterschiedlicher Technologie, also Programmiersprachen und Frameworks basieren.

Bibliotheken

Als Bibliotheken werden in der Programmierung eine Sammlung von Unterprogrammen bezeichnet, die nicht eigenständig lauffähig sind, sondern Hilfsmodule enthalten, die wiederum von anderen Programmen angefordert werden können. Manche von ihnen werden nur für die Entwicklung benötigt, andere zur Ausführung der Programme. Eine besondere Form von Programmbibliotheken sind Frameworks.

Frameworks

Ein Framework ist noch kein fertiges Programm, sondern stellt den Rahmen zur Verfügung, innerhalb dessen ein Programmierer eine Anwendung erstellen kann.

Dies kann eine Zeitersparnis bedeuten, da wiederkehrende Aufgaben in einem Framework schon vorprogrammiert sind. Diese Frameworks sind in einer bestimmten Programmiersprache geschrieben.

Programmiersprachen

Eine Programmiersprache dient dazu, häufig mittels einfacher Texteditoren, Anweisungen zu schreiben, die später in Maschinensprache übersetzt und ausgeführt werden können.

Die in einer bestimmten Programmiersprache häufig mittels einfacher Texteditoren erzeugten Anweisungen nennt man Quelltext (oder auch Quellcode).

Kompatibiltät mit Ihren Ressourcen

Es gibt die unterschiedlichsten Sprachen und Dialekte - auch in der Softwareentwicklung. Dabei ist es nicht so wichtig in welcher Sprache geredet wird, was meist auch eine Geschmacks- und Ansichtsfrage ist. Wichtiger ist stattdessen, dass die Menschen die damit arbeiten sollen (bspw. Ihre Entwickler oder Partner) und die Systeme die verküpft werden sich auf dieser Basis verstehen. Wenn Sie viel Java Wissen im Unternehmen haben, macht es oftmals eben Sinn darauf aufzubauen.

Sicherheit

Da heutzutage alle Unternehmensdaten in irgendeiner Form mit Software und somit auch mit dem Internet in Berührung kommen, spielt das Thema Sicherheit eine große Rolle. Um eine dauerhafte und reibungslose Nutzung sicherzustellen, wird oftmals neben der Nutzungslizenz noch ein Service Level Agreement (SLA) vereinbart. Läuft die Softwareanwendung trotzdem nicht wie gewünscht und ergeben sich durch ihren Einsatz Sicherheitslücken, ist im Zweifelsfall zu klären, ob der Hersteller in irgendeiner Form zur Verantwortung gezogen werden kann. Gerade Recht in der IT ist speziell, so dass unsere Aussagen dazu nur eine Indikation geben können und nicht rechtlich bindend sind.

Haftung

Bei einer mangelhaften Leistung muss der Hersteller zunächst "Nacherfüllen", d.h. seine Leistung wie geschuldet erbringen, also zum Beispiel den Softwarefehler beheben.

In bestimmten Fällen, wenn etwa die Nachbesserung scheitert, hat der Kunde das Recht vom Vertrag zurückzutreten. Die Haftung kann durch unterschiedlichste Leistungsmängel ausgelöst werden. Ergänzend zu den Ansprüchen auf Nacherfüllung oder Rücktritt des Vertrags, kann der Kunde Schadensersatzansprüche geltend machen.

Kann der Kunde etwa wegen eines Problems mit dem Content Management System (CMS) nicht auf Kundendaten zugreifen und entgehen ihm dadurch Geschäfte, hat der Hersteller den entgangenen Gewinn aus diesen Geschäften zu ersetzen.

Wartung

Der Begriff Wartung wird häufig zur Beschreibung von Serviceleistungen im Software-Kontext benutzt. Richtig wäre allerdings, in diesem Zusammenhang den Begriff „Softwarepflege“ zu benutzen. Wartung hingegen umfasst Leistungen zur Instandhaltung und Instandsetzung von Hardware, also ein physischer Vorgang zur Verhinderung von Verschleiß. Software verschleißt in dem Sinne nicht, sondern muss aktualisiert, an die Systemumgebung angepasst oder verbessert werden.

Softwarepflege

Softwarepflege ist eine komplexe Dienstleistung. Sie kann zum Beispiel Störungsbeseitigung, Updates/Upgrades und Beratung beinhalten und sich in ihrer Qualität stark unterscheiden. Sie kann von Herstellern oder von Dienstleistern angeboten werden. Auch aus einem Softwarepflegevertrag kann eine Gewährleistung resultieren, die aber streng von Gewährleistung der Softwareüberlassung abzugrenzen ist.

Agil, Festspreis oder agiler Festpreis?

Es ist in vielen Fällen schwierig und sehr kostspielig die Probleme im Projekt zu lösen. Besser ist es schon bei der Vertragsgestaltung und vor dem eigentlichen Beginn die richtige Basis zu legen und dafür zu sorgen, dass Rechte und Pflichten richtig verteilt sind und alle sich Ihrer Rolle bewusst sind.

Roadmap

Der Begriff Roadmap wird in der Software-Entwicklung gerne als Synonym für Strategie oder Projektplan verwendet und gibt an, zu welchem Zeitpunkt welche Teile oder neuen Funktionen des Systems erscheinen sollen. Innerhalb einer Roadmap gibt es sogenannte Meilensteine, die so nacheinander abgearbeitet werden.

Eine Roadmap ist wichtig für die Planung, da sie dem Kunden aufzeigen kann, wann er mit neuen Erweiterungen oder Technologien rechnen kann.

Bestimmte Themen sind heutzutage häufiger auf den Roadmaps zeitgemäßer Software-Hersteller zu finden:

Personalisierung

Personalisierte Inhalte sind wichtig, wenn es darum geht, Besuchern von Websites den für sie relevanten Content zu zeigen. Dies verlängert die Verweildauer und führt im Idealfall zu Leads/Käufen. Zu diesem Zweck ist es nötig, umfassende (Kunden)daten zu sammeln, um die Interessen der Website-Besucher herauszufinden.

Web-Tracking oder Social-Media-Monitoring-Tools können dabei helfen und lassen sich zumeist in Software, die im Internet stattfindet, einbinden.

Mit den so gesammelten Daten ist es mittels AI-Technologien möglich herauszufinden, mit welche Bedürfnissen und welchem Verhalten des Nutzers zu rechnen sein wird. So kann das Marketing bis ins letzte Detail optimiert werden.

AI (Artificial Intelligence)

Das Marktforschungsunternehmen Gartner Inc. Geht davon aus, dass bis zum Jahr 2020 fast in jeder Software oder virtuellem Produkt Artificial Intelligence (AI) enthalten sein wird. Bereits jetzt wird AI in Privathaushalten genutzt. Die Sprachsteuerung in Smartphones oder die Chatbots in sozialen Medien sind hierfür nur einige Beispiele.

Dank der wachsenden Social Media Reichweite und der Masse an Daten, die beim Surfen durch das Internet hinterlassen wird, hat AI ein riesiges Potential für das Content Marketing.

Ein Teilgebiet der künstlichen Intelligenz ist das sogenannte „machine learning“.

ML (Machine Learning)

Aus vorher gesammelten Datensätzen und Algorithmen lassen sich mittels maschinellem Lernens Muster und Gesetzmäßigkeiten erkennen. Daraus kann künstliches Wissen entwickelt und Vorhersagen für zukünftige Ereignisse abgeleitet werden. Im Internet findet maschinelles Lernen in Form von personalisierten Empfehlungen, wie beispielsweise auf Amazon oder Netflix oder bei der Gesichtserkennung auf Facebook Anwendung. Auch hinter E-Mail-Anwendungen, die automatisch Spam erkennen, stecken maschinelle Lernverfahren.

Vorausschauend agieren

Keiner weiß was morgen notwendig wird, um Geschäftsziele zu erreichen. Deshalb nur noch für den Moment zu entwickeln und keine langfristigen Weiterentwicklungen zu starten, wäre aber unsinnig. Daher werden zukunftssichere Systeme von beiden Einflüssen bestimmt. Gute Systeme haben eine Roadmap, die sehr konkret vorgibt, was demnächst für die Nutzer zur Verfügung stehen wird und Ihnen damit Planungssicherheit ermöglicht. Gleichzeitig haben diese Systeme eine grobe Vorstellung von den nächsten Themen für die weiteren ein bis zwei Jahre, lassen sich aber die Flexibilität auf Marktveränderungen zu reagieren.

Kontakt zu SUTSCHE:

SUTSCHE bietet unabhängige Beratung, Konzeption und Management von CMS-, e-Commerce und Onlinemarketing Projekten.
Dabei helfen wir Anforderungen aufzunehmen, die richtige Lösung auszuwählen und die passenden Dienstleister zu beauftragen.

 

Oftmals betreuen wir die komplette Durchführung als externe Projektleiter und sorgen für die fachgerechte Umsetzung des Konzeptes.
Durch unsere Unabhängigkeit sparen wir unseren Kunden Geld und Zeit, da wir ohne Interessenkonflikt beraten können.

 

Ihr Kontakt bei uns:

Alexander Stahlkopf

0521 - 923 742 22

E-Mail an alexander.stahlkopf@sutsche.com

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Die Projektkümmerer

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Vom Scheitern und Kümmern

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Der Nasenfaktor

Im Projekt zählen aber nicht nur blanke Daten und Zahlen. Wir wissen doch alle, dass der Faktor Mensch eine entscheidende Rolle spielt! Erfahren Sie mehr über die Projektkümmerer.

Die Köpfe hinter SUTSCHE